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Richtig einkaufen | Abfall vermeiden & Geld sparen

In Teil drei meiner Serie „verwerten statt wegwerfen“ widme ich mich dem Einkauf. Im 1. Teil bin ich auf das Mindesthaltbarkeitsdatum eingegangen und habe erklärt, wie man dieses richtig deutet. Im 2. Teil dieser Serie findest du zahlreiche Tipps zur richtigen Lagerung und Verwertung von Lebensmitteln. Doch eigentlich beginnt alles mit dem Einkaufen. Damit reduziert man nicht nur Lebensmittelabfall, sondern kann auch Geld sparen. Im Folgenden stelle ich dir 7 Tipps vor, die dir hoffentlich helfen, richtig einzukaufen.

Inhaltsverzeichnis

Richtig einkaufen leicht gemacht

Sei mal ehrlich, wie oft kaufst du etwas ein, das dann Tage oder Wochen später ungeöffnet im Abfall landet? Ich hoffe, mit meinen Rezepten und Beiträgen habe ich dir bereits etwas die Augen öffnen können, wie man das Mindesthaltbarkeitsdatum richtig deutet und auch, wie man Lebensmittel kurz vor dem Verderben noch zu einem leckeren Gericht verwerten kann. Nichtsdestotrotz beginnt der Prozess der Lebensmittelabfallvermeidung bereits beim Einkauf. Genauer gesagt eigentlich schon vor dem Einkauf.

Im Folgenden möchte ich dir 7 Tipps vorstellen, die dir hoffentlich das richtige Einkaufen erleichtern.

1. Tipp: Der Vorrats-Check

Alles beginnt damit, dass du deinen Kühlschrank und deine Vorratskammer durch schaust. Notiere dir, welche Produkte darin bald verwertet werden müssen.

HIER findest du übrigens viele Tipps rund um das Thema Lagerung von Lebensmitteln.

Kühlschrank lagerung

2. Tipp: Die Speiseplanung

Anhand dieser Vorrats-Liste kannst du dich nun an den 2. Schritt machen, der zwar etwas mehr Aufwand ist, dir aber den Einkauf und auch die Speisevorbereitung deutlich erleichtern wird. Mache dir (am besten gemeinsam mit deiner Familie) Gedanken darüber, was du / ihr im Laufe der nächsten Tage essen willst / wollt. Beziehe hier unbedingt die Vorräte im Kühlschrank und der Vorratskammer mit ein. Schreibe dir die Ideen auf einen Speiseplan und denke auch daran, Reste vom Vortag am nächsten Tag in einem etwas abgeänderten Gericht zu verwerten. So sparst du zudem reichlich Zeit beim Kochen.

Ich bin ein großer Fan davon, Speisen vorzukochen, damit ich dann 2-3 Tage nicht oder nur kleine Teile der Speisen zubereiten muss. Diesen Prozess nennt man „meal prepping“ oder „meal prep“. So eine Speisenvorbereitung hilft auch sehr, Lebensmittelabfall zu vermeiden.

Einen solchen Speiseplan inkl. Rezepten bekommst du übrigens im Rahmen meiner 14-tägigen zuckerfrei Challenge und meiner 30-tägigen low carb Challenge

3. Tipp: Die Einkaufsliste

Nachdem du einen Speiseplan für die nächste Woche oder ein paar Tage erstellt hast, kannst du die Einkaufsliste schreiben. Suche dir also die Rezepte deiner Speisen raus oder überlege dir, welche Zutaten du jeweils brauchst. Die Einkaufsliste kategorisiere ich immer anhand des Aufbaus im Supermarkt. Trenne also nach Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch / Fisch, Trockenzutaten, etc.! So sparst du dann wieder reichlich Zeit im Supermarkt und wirst auch (hoffentlich) nichts vergessen oder übersehen.

HIER findest du übrigens eine Liste an low carb must-have Lebensmitteln für deinen Vorratsschrank.

low carb must-have Lebensmittel für den Vorratsschrank

4. Tipp: Der Hunger

Jeder kennt die Situation, in der man kurz vorm Verhungern im Supermarkt steht und noch schnell den Wocheneinkauf machen soll. Mit Hunger im Supermarkt zu stehen ist eine schwierige Situation, da man üblicherweise Dinge kauft, die man eigentlich nicht braucht und die oft auch noch ungesund sind.

5. Tipp: Die Saison

Saisonal und regional einzukaufen, ist nicht nur besonders schonend für den Geldbeutel. Durch die kurze Transportzeit sind zb. Obst und Gemüse sehr frisch, wenn du sie im Supermarkt in die Hände bekommst. Dadurch halten sie zu Hause auch länger, ohne faul zu werden. Dieser Aspekt ist also ein wichtiger Teil beim richtigen Einkaufen und auch sehr nachhaltig.

6. Tipp: Die Aktions-Verlockung

Viele Supermarktketten bieten immer wieder die 1+1 Aktionen oder Mengenrabatte an. Diese sind sehr verlockend und lassen uns denken, dass wir Geld sparen. Leider ist es aber oft so, dass die zweite oder dritte Packung, die wir ja eigentlich nicht gebraucht hätten, dann im Kühlschrank „verrottet“ und in weiterer Folge im Müll landet. Wenn du also zu solchen Aktionen greifst, solltest du dir bereits beim Kauf überlegen, wie du die große Menge zu Hause verwerten möchtest.

Ich schlage öfter bei solchen Aktionen zu, jedoch immer mit dem Bewusstsein, dass ich es dann auch verwerten werde. Auch jene Lebensmittel, die vergünstigt angeboten werden, weil sie schon etwas älter sind, kaufe ich gerne. Aus überreifem Obst mache ich nämlich sehr gerne ein low carb Bananenbrot, zuckerfreie Marmeladen oder eine Nicecream. Auch überreifes Gemüse verkoche ich dann einfach zu einer Suppe.

In diesem Fall, kannst du wirklich Geld sparen und auch Lebensmittel vor der Mülltonne retten.

7. Tipp: Der Transport

Du hast bestimmt schon einmal von der Kühlkette gehört, die bei gekühlten Lebensmitteln wie Fleisch oder Fisch nie unterbrochen werden sollte. Denn nur so ist die maximale Haltbarkeit garantiert. Wenn du also Fleisch oder Fisch im Supermarkt kaufst, achte darauf, diese Produkte auch so schnell als möglich nach Hause zu bringen und dort in den Kühlschrank zu stellen.

Bei Fischhändlern bekommt man auch immer Eis für den Transport. Diese Möglichkeit nutze ich sehr gerne, denn Fisch ist besonders heikel.

Du kannst dir auch einen isolierten Einkaufskorb oder eine isolierte Tasche zulegen. Damit lässt sich Fisch und Fleisch ohne Kühlverlust nach Hause transportieren.

Ich hoffe, diese 7 Tipps helfen dir bei deinen zukünftigen Einkäufen Geld zu sparen und vor allem Lebensmittelabfall zu vermeiden. Beides geht natürlich Hand in Hand. Wirfst du regelmäßig gekaufte Lebensmittel in den Müll, verschwendest du damit natürlich auch Geld. Hast du noch weitere Tipps, was man beim Einkauf beachten sollte? Hinterlasse mir gerne ein Kommentar unter diesem Blog Beitrag.

Projekt MARLENE

Die Abfallwirtschaft Tirol Mitte ist seit September 2019 Leadpartner des EU-geförderten Projektes MARLENE (Interreg Österreich-Bayern). Gemeinsam mit dem Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) werden grenzüberschreitend Vernetzungsaktivitäten, bewusstseinsbildende Maßnahmen, Aus- und Weiterbildungsprogramme sowie grenzüberschreitende Pilotmaßnahmen rund um das Thema Vermeidung von Lebensmittelabfällen in beiden Projektregionen entwickelt und umgesetzt.

MARLENE steht für:

  • MAßnahmen zur
  • Reduktion von
  • LEbensmittelabfällen durch
  • NEtzwerkbildung

Es freut mich sehr, einen Teil zu diesem wichtigen Projekt beitragen zu können.

Richtig einkaufen | Abfall vermeiden & Geld sparen

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der ATM.

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