Holunderblüten und beeren Sirup

Zuckerfreier Holunderblüten Sirup

Es ist mal wieder an der Zeit euch ein neues heimisches Superfood vorzustellen, welches gerade an jeder Ecke sprießt und gedeiht – die Holunderblüten.

Mein primäres Fortbewegungsmittel ist mein geliebtes City-E-bike. Der Frühling ist für mich immer die schönste Zeit, damit herum zu fahren – alles blüht und riecht so wunderbar. Besonders fällt mir im Moment der Holunderstrauch, mit seinen schönen weißen Blüten und seinem süßen Geruch auf.

Ernte & Verarbeitung von Holunder

Die Erntezeit der essbaren Blüten ist von Mitte / Ende Mai bis Juni. Auch nach dem Ernten muss man sorgsam mit diesen zarten Blüten umgehen. Am besten man breitet sie auf einem Backpapier aus und lässt sie im Schatten trocken. Bewahre sie im getrockneten Zustand in einem Einmachglas auf und verwende sie zb. als Tee. Noch frisch, kannst du sie zu einem zuckerfreien Holundersirup verarbeiten (Rezept siehe unten).

Holunder strauch

 

Holunder als Hausmittel

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine Mama früher schon die Holunderblüten gesammelt und meist dann auch direkt getrocknet hat. Nicht so schön ist die Erinnerung daran, wie sie dann im getrockneten Zustand zum Einsatz gekommen sind – nämlich dann, wenn ich krank war. Zum einen kochte Mama die Holunderblüten in einem Topf mit reichlich Wasser auf und lies mich den Dampf gleich im Anschluss, mit einem Handtuch über dem Kopf, inhalieren. Zum Anderen verwendete sie ihn um einen Tee zuzubereiten.

Auch wenn ich mich als Kind immer etwas dagegen gesträubt habe – heute verwende ich die Blüten genau in dieser Form selbst und sehe ein: sie lindern tatsächlich die Beschwerden bei Atemwegsinfekten, trockenem Reizhusten und fieberhaften Erkältungen, ebenso wirken sie schweißtreibend und entwässernd. Zudem können Holunderblüten den Kreislauf stärken, bei Schlafproblemen helfen und Blähungen reduzieren.

Grund dafür sind zum einen viele nützliche sekundäre Pflanzenstoffe, aber auch die in der Blüte enthaltenen ätherischen Öle.

>>> Mehr zu den Heilkräften der (Wild-) Kräuter und Gewürze erfährst du übrigens in meinem Kochbuch „Gesunde Wohlfühlküche – Kochen mit der Kraft von Kräutern & Gewürzen“. <<<

Tee

Holunder in der Küche

Der Klassiker unter den Holunderblüten Rezepten ist natürlich der Holunderblüten Sirup. Nicht mehr ganz so gesund, wenn man bedenkt, wie viel Zucker bei der Herstellung verwendet wird. In Zeiten der natürlichen Zuckerersatzstoffe (Alles über diese natürlichen und gesunden Süßstoffe wie Birkenzucker, Eryhtrit, Kokosblütenzucker und Co. habe ich dir HIER zusammen gefasst) gibt es aber zum Glück auch einen Gelierzucker, auf Basis von Xylit (= Birkenzucker) oder einfach nur Erythrit (den ich immer verwende), mit dem der Holunderblütensirup auch als zuckerfreie, also low carb Variante, hervorragend funktioniert und man geschmacklich keinen Unterschied merkt.

Mit dem Gelier-Erythrit mit Pektin hält der Sirup auf jeden Fall auch so lange wie jener mit gewöhnlichem Zucker. Verwendest du normalen Erythrit, solltest du den Sirup besser im Kühlschrank lagern und innerhalb von ein paar Wochen verbrauchen. Das wird dir aber bestimmt nicht schwer fallen, wenn man bedenkt, dass diese erfrischende Sirup keinerlei Zucker beinhaltet und somit auch keinen Einfluss auf unseren Blutzucker hat. Auch für Kinder eignet sich dieser Sirup sehr gut.

Holunderblüten und beeren Sirup

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Zutaten

  • 30 Stk Holunderblüten (frisch geerntet)
  • 2 BIO Zitrone
  • 20 g Zitronensäure
  • 1 Liter Wasser
  • 600g Gelier-Erythrit

Zubereitung

  1. Spüle die Holunderblüten vorsichtig mit kaltem Wasser ab - am Besten du füllst etwas Wasser in eine Schüssel und legst die Blüten hinein, um sie zu waschen.
  2. Wasche die Zitronen mit heißem Wasser ab, schneide eine davon in Scheiben und presse den Saft aus der anderen heraus. Gib den Saft gemeinsam mit Zitronensäure, 1 Liter Wasser und Erythrit / Gelier-Xucker in einen Topf und koche das Wasser auf.
  3. Gib nun die Holunderblüten und die Zitronen Scheiben in ein großes Glas-Gefäß (das einen Deckel hat). Fülle das ausgekühlte Zucker-Wasser darüber, schließe den Deckel und stelle es für 3 Tage an eine dunkle Stelle - am Besten in den Keller. Rühre täglich 1-2 Mal um.
  4. Siebe den Sirup nach den 3 Tagen ab und koche ihn erneut auf. Fülle ihn dann heiß in (saubere!) Flaschen, schraube diese sofort zu und lagere sie kühl und dunkel. So sind sie ca. 1 Jahr haltbar (ungeöffnet), wenn du sie mit Gelier-Xucker herstellst. Bei Erythrit empfehle ich dir eine Lagerung im Kühlschrank, wo der Sirup dann sicherlich auch mehrere Monate haltbar ist. Verlasse dich am Besten auf deinen Geschmacks- und Geruchssinn.
Holunderbeeren Sirup Essig

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