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Low carb Schupfnudeln mit Nussbutter

Low carb Schupfnudeln mit Nussbutter

In Österreich, Südtirol und Deutschland sind Schupfnudeln (auch Fingernudeln genannt) eine bekannte und beliebte Beilage in traditionellen Gerichten wie Zwiebelrostbraten oder Schweinsbraten. Schupfnudeln werden üblicherweise aus Weizenmehl und Ei, später auch aus gekochten Kartoffeln und Ei hergestellt. Immer wieder versuche ich solche traditionellen Speisen in eine glutenfreie low carb Variante zu verwandeln. So entstanden die folgenden low carb Schupfnudeln mit Nussbutter, die dem Original um nichts nachstehen…

Low carb Schupfnudeln mit Nussbutter

Low carb Schupfnudeln

Bei den low carb Schupfnudeln tausche ich einfach einen Teil der kohlenhydratreichen Kartoffeln gegen gekochten Karfiol (Blumenkohl) aus. Statt Weizenmehl verwende ich regional verfügbares Leinsamenmehl, dass eine tolle Eiweiß- und Ballaststoffquelle ist und kaum Kohlenhydrate beinhaltet. Gebunden wird der dadurch glutenfreie Teig mit einem Ei und etwas gemahlenen Flohsamenschalen. Angebraten werden die fertig gegarten low carb Schupfnudeln dann in hochwertigem Butterschmalz (auch Ghee genannt). Dieses beziehe ich im Onlineshop von KoRo (WERBUNG). Mit dem Rabattcode KOCHMITHERZ kannst du im KoRo Onlineshop etwas Geld sparen.

Ein paar Kartoffeln verwende ich weiterhin für den low carb Teig, da die Kartoffel definitiv zu den GUTEN Kohlenhydraten zählt. Sie ist nicht nur ganzjährig regional und günstig erhältlich, sondern strotzt auch vor Vitaminen und Mineralstoffen.

Low carb Schupfnudeln mit Nussbutter Kartoffel

Resistente Stärke in Kartoffeln

Vor allem Kartoffeln die bereits einmal abgekühlten und wieder erhitzt werden (so wie wir sie bei diesen low carb Schupfnudeln verwenden), sind besonders gesund. Sie entwickeln während dem Abkühlen nämlich resistente Stärke, die das perfekte Futter für unsere guten Darmbakterien ist.

Wie Darmbakterien dein Wohlbefinden beeinflussen | Das Mikrobiom

Stärke, wie sie in frisch gekochten Kartoffeln, Reis, Getreide, etc. vorkommt, wird im Körper aufgespalten und als Zucker ins Blut abgegeben. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel und unser Köper schüttet Insulin aus, um diesen aus dem Blut zu bekommen. Sobald wir Insulin im Blut haben, stoppt unser Körper die Fettverbrennung. Das ist einer der Gründe, warum man nur wenige Kohlenhydrate (= low carb) essen soll.

Resistente Stärke kann im Körper dahingegen nicht auf diese Art und Weise verwertet werden. Im Zuge der Verdauung gelangt ein großer Teil der resistenten Stärke unverändert in den Dickdarm. Resistente Stärke liefert also weder Zucker noch Kalorien, obwohl sie zu der Kategorie der Kohlenhydrate gehört. Im Dickdarm angekommen wird resistente Stärke dann von den guten Darmbakterien als Futter genutzt. Dadurch stärkt man die Darmflora nachhaltig. Die folgenden low carb Schupfnudeln sind also nicht nur ein Genuss für uns sondern auch für deine guten Darmbakterien.

Nussbutter als einfache Sauce

Eine Nussbutter dient bei vielen Tiroler Speisen als Sauce und ist super einfach und schnell gemacht. Die Nussbutter hat mit Nüssen gar nichts zu tun, außer, dass sie leicht nussig schmeckt. Um die Nussbutter herzustellen wird normale Bauernbutter vorsichtig in einem Topf erhitzt, bis sich diese leicht braun färbt.

Diese Bräunung entsteht, weil sich das enthaltene Eiweiß verfärbt, wenn man Butter lange köchelt. Eine Nussbutter schmeckt auch herrlich auf Fisch, Meeresfrüchten oder Gemüse wie Spargel. Ich finde, sie passt hervorragend zu den low carb Schupfnudeln. Zudem braucht man bei jedem low carb Gericht ausreichend Fette, damit es langanhaltend sättigt und auch besonders gut schmeckt. Fett ist nämlich der beste Geschmacksträger.

Low carb Schupfnudeln mit Nussbutter
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Zutaten

Zubereitung

  1. Ich verwende für dieses Rezept immer bereits gekochte Kartoffeln von den Tagen davor. Dadurch kannst du von der resistenten Stärke profitieren (siehe Einleitung) und sparst dir Zeit. Auch den Karfiol kannst du bereits am Vortag weich kochen, oder dann kurz vor der Zubereitung der low carb Schupfnudeln.
  2. Die gekochten und geschälten Kartoffeln und den gekochten Karfiol in eine Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer zu einem Püree verarbeiten. Dann die restlichen Zutaten dazu geben und mit einer Spachtel so lange vermengen, bis sich ein Teigball gebildet hat.
  3. Bestreue die Arbeitsfläche mit etwas mehr Leinsamenmehl (oder Kartoffelfasern). Kleine Stücke vom Teigball abreisen und daraus auf der Arbeitsfläche Schupfnudeln formen. Das Leinsamenmehl hilft, dass der Teig nicht zu sehr klebt. Feuchte auch die Hände leicht an.
  4. Bringe reichlich Salzwasser in einem Topf zum Wallen (nicht Kochen). Die Schupfnudeln dann vorsichtig im wallenden Wasser für 5-7 Minuten, je nach Größe, garen. Danach vorsichtig abschöpfen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  5. Reichlich Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Schupfnudeln darin leicht anbraten. In einem kleinen Topf die Butter zerlassen und so lange auf mittlerer Hitze köcheln (ca. 8 Minuten), bis diese leicht gebräunt ist. Dabei ständig mit dem Schneebesen rühren, damit sie nicht verbrennt.
  6. Die low carb Schupfnudeln auf den Tellern verteilen und mit reichlich Nussbutter übergießen. Mit frischer Petersilie garnieren und entweder als Beilage oder mit einem großen Salat genießen.
  7. Du kannst die Schupfnudeln bereits gekocht auch mehrere Tage im Kühlschrank lagern und dann erst braten, wenn du sie essen willst. Auch Einfrieren ist kein Problem.

Low carb Schupfnudeln mit Nussbutter

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