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Kokosöl – Superfood oder Gift?

Von „Kokosöl im Übermaß ist gesundheitsschädigend“ bis hin zu „Kokosprodukte sind Gift“, findet man gerade alle möglichen Schlagzeilen in den Medien. Dies erinnert mich sehr an die 1960iger Jahre, als alle gesättigten, tierischen Fette verteufelt und zu einem hohen Kohlenhydratkonsum geraten wurde. Weil diese ja sooo gesund für uns sind, dachte man. Mittlerweile weiß man aus zahlreichen Langzeitstudien, dass alle Fette (außer die gehärteten Transfette) in einem normalen Maß gesund & leistungssteigernd und, dass Kohlenhydrate (also Stärke & Zucker) im Übermaß stark gesundheitsschädigend sind. Doch was hat es denn nun mit diesem angeblich giftigen Kokosöl auf sich?

Mittelkettige Fettsäuren im Kokosöl

Kokosöl enthält tatsächlich überwiegend gesättigte Fettsäuren, jedoch eine ganz besondere Art: Mittelkettige Fettsäuren, auch MTCs genannt.

MCTs haben im Vergleich zu anderen Fettsäuren etwas weniger Kalorien und sind leichtverdaulich. Aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit gelangen sie auf direktem Weg über die Blutbahn in die Leber. Dort werden sie im Vergleich zu anderen Fetten bevorzugt zur Energiegewinnung genutzt. Eine der bekanntesten und besterforschten MCTs ist die Laurinsäure, die zu einem sehr hohen Anteil auch im Kokosöl (über 50%) enthalten ist. Zudem weist diese Fettsäure eine ausgezeichnete Wirkung gegen Viren, Bakterien und Protozoen auf. Auch die Caprylsäure (im geringen Maße im Kokosöl) besitzt antimikrobielle Eigenschaften.

Viele Studien deuten darauf hin, dass Laurinsäure einen positiven Einfluss auf unsere Herz-Kreislauf Gesundheit hat.

Die Schlussfolgerung aus alten Studien, mittelkettige Fettsäuren hätten einen negativen Einfluss auf den Cholesterinspiegel, wurde mittlerweile widerlegt. Stattdessen weiß man, dass der Cholesterinspiegel durch mittelkettige Fettsäuren wie eben der Laurinsäure, positiv beeinflusst werden kann. Wie du sicher schon weißt, gibt es nämlich zwei Arten von Cholesterin, das gute HDL und das „böse“ LDL.

Kokosöl als Superfood

Natives Kokosöl ≠ Kokosfett

Jene „Kokos“ Studien, die negative Wirkungen auf unsere Gesundheit zeigen, wurden mit gehärtetem Kokosöl (= Kokosfett, zb. von der Marke Ceres) durchgeführt. Es muss ganz klar zwischen dem nativen, also natürlichen Kokosöl mit vielen hochwertigen Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen (zb. von der Marke Dr.Goerg) und dem industriell gehärteten Kokosfett, welches Transfette enthält, unterschieden werden.

 

Kokosöl vs. Transfette

Beim Erhitzen von Öl können aus den ungesättigten Fettsäuren, die in vielen Pflanzenölen (zb. Olivenöl, Leinöl, Kürbiskernöl) gesundheitsschädliche Stoffe entstehen, die sogenannten Transfettsäuren – bitte diese Fette also nur roh genießen, so sind sie äußerst gesund. Transfette (die eben im Kokosfett enthalten sind) wirken sich ungünstig auf die Blutfettwerte aus und erhöhen somit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Ob und wann ein Öl Transfettsäuren entwickelt hängt vom Rauchpunkt des Öls und seiner chemischen Struktur ab. Dieser Rauchpunkt bezeichnet die exakte Temperatur, ab der ein Öl anfängt zu verbrennen. Hochwertiges Bio-Kokosöl enthält kaum ungesättigte Fettsäuren und hat einen extrem hohen Rauchpunkt von 234 °C. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein solches Öl vielseitig einsetzbar ist, ohne Transfettsäuren zu bilden. Man kann also unbesorgt damit braten, kochen, frittieren und backen.

 

Kokosöl als Energie fürs Gehirn

Eine entscheidende Rolle spielen hier die mittelkettigen Fettsäuren Sie werden vom Gehirn als Energiequelle genutzt, nachdem sie in der Leber zu Ketonen umgewandelt wurden. Das macht Kokosöl zu einer schnell verfügbaren Energiequelle für das menschliche Gehirn.

Kokosöl fürs Gehirn

Kokosöl für Sportler

Kokosöl ist auch für Sportler die ideale Nahrungsergänzung. Die mittelkettigen, gesättigten Fettsäuren des Kokosöls kann der Körper über die Blutbahn direkt aufnehmen und in Energie umwandeln. So landet das Fett nicht auf den Hüften, sondern kann im Training genutzt werden. Außerdem kann es helfen, beanspruchte Muskelpartien vor dem Training mit Kokosöl einzureiben. Kokosöl tut seine Wirkung langsam. Erst nach einigen Wochen kannst du mit einer Leistungssteigerung beim Sport rechnen. In dieser Zeit solltest du täglich mindestens einen Teelöffel Bio-Kokosöl zu sich nehmen.

Mehr zum Thema Sporternährung kannst du in DIESEM Blog Beitrag nachlesen.

Gute Fettquellen

Fazit zu Kokosöl

Natives Kokosöl, bei dem man auf BIO Qualität und auf fair-trade achtet, ist weder ungesund, noch umweltbelastend. Ich verwende seit Jahren nun jenes der Firma Dr.Goerg {Werbung ohne Auftrag}, da hier nicht nur die Qualität, sondern auch der Abbau und Import dieses exotischen Produkts (leider wachsen bei uns nun mal keine Kokosnüsse) perfektioniert wurde.

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